Patrik Thomas Michalski

Wissenschaftler und Entwickler

Patrik ThomasMichalski

Schwerpunkte: Räumliche Datensysteme und angewandte Data Science

Zurzeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Arbeitsgruppe Archäoinformatik – Data Science

Patrik Thomas Michalski

Über mich

Ich arbeite an der Schnittstelle von Forschung und Softwareentwicklung. Seit Januar 2023 bin ich wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Archäoinformatik – Data Science von Prof. Dr. Matthias Renz an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Meine Arbeit konzentriert sich auf räumliche und raumzeitliche Daten, besonders wenn Datensätze unvollständig oder heterogen sind oder ursprünglich für einen anderen Zweck erhoben wurden.

In meinen Projekten beschäftige ich mich mit kollisionsbewusster Routenplanung für Schiffe, Skyline Queries in bikriteriellen Netzwerken und synthetischen Prozessdaten für die Metallumformung. Ich war an Marispace-X, dem DFG-Schwerpunktprogramm 2422 und NFDIxCS beteiligt. Seit Juli 2026 arbeite ich im Projekt Pflege-Prognose+ an der Prognose des regionalen Pflegebedarfs. Bei mehreren Vorhaben habe ich neben der technischen Arbeit auch Forschungs- und Förderanträge vorbereitet.

2023 und Anfang 2024 war ich für zwei Forschungsaufenthalte am InfoLab von Prof. Cyrus Shahabi an der University of Southern California. Von April 2025 bis Juni 2026 arbeitete ich in der Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik und Process Analytics von Prof. Dr. Agnes Koschmider an der Universität Bayreuth.

Meinen Bachelor- und Masterabschluss in Informatik habe ich an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erworben. Dort schließe ich derzeit auch meine Promotion ab.

Schwerpunkte

  • Räumliche Datenanalyse
  • Raumzeitliche Modellierung
  • Angewandte KI und maschinelles Lernen

Programmiersprachen

  • C
  • C++
  • Java
  • Python

Sprachen

  • Deutsch, Muttersprache
  • Polnisch, Muttersprache
  • Englisch, C1

Werdegang

Stationen, Forschungsaufenthalte und Abschlüsse, neueste zuerst.

  1. seit 01/2023

    Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Aktuell

    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel · Kiel, Schleswig-Holstein, Deutschland

    Promotion in der Informatik in der Arbeitsgruppe Archäoinformatik – Data Science von Prof. Dr. Matthias Renz. Räumliche Datenverwaltung, maritimes Routing und die Erzeugung synthetischer Daten.

  2. 04/2025 – 06/2026

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Universität Bayreuth · Bayreuth, Bayern, Deutschland

    Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik und Process Analytics von Prof. Dr. Agnes Koschmider. Datengetriebene Prozessmodellierung für die Umformtechnik, im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms 2422.

  3. 01/2023 und 01–02/2024

    Forschungsaufenthalte am InfoLab

    University of Southern California · Los Angeles, California, USA

    Zwei Aufenthalte am InfoLab von Prof. Cyrus Shahabi.

  4. 10/2020 – 12/2022

    M.Sc. Informatik

    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel · Kiel, Schleswig-Holstein, Deutschland

    Vier Semester, abgeschlossen mit dem Master of Science.

    Zur Abschlussarbeit: M.Sc. Informatik
  5. 10/2018 – 12/2022

    Studentische Hilfskraft in der Lehre

    Institut für Informatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel · Kiel, Schleswig-Holstein, Deutschland

    Lehrunterstützung am Institut, parallel zum Bachelor- und Masterstudium.

  6. 10/2017 – 09/2020

    B.Sc. Informatik

    Christian-Albrechts-Universität zu Kiel · Kiel, Schleswig-Holstein, Deutschland

    Sechs Semester, abgeschlossen mit dem Bachelor of Science.

    Zur Abschlussarbeit: B.Sc. Informatik

Forschungsprojekte

Ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit meinem jeweiligen Beitrag.

Regionale Planungsunterlagen und eine Karte auf einem Schreibtisch am verregneten Fenster
seit 07/2026LaufendPflege-Prognose+Land Schleswig-Holstein, KI-FörderrichtlinieDas Projekt baut ein Frühwarnsystem auf, das den regionalen Pflegebedarf in Schleswig-Holstein prognostiziert, damit Pflegeakteure und Landesverwaltung Entwicklungen wie den demografischen Wandel oder regionale Engpässe erkennen, bevor sie wirksam werden. Die eigentliche Schwierigkeit liegt in den Daten: Pflegeeinrichtungen erfassen deutlich weniger und uneinheitlicher als Krankenhäuser. Das Land fördert das Projekt mit rund 400.000 Euro.Projektdetails öffnen
Regionale Planungsunterlagen und eine Karte auf einem Schreibtisch am verregneten Fenster
seit 07/2026Laufend

Pflege-Prognose+

Förderung und Kontext
Land Schleswig-Holstein, KI-Förderrichtlinie

Über das Projekt

Pflege-Prognose+ ist der Prognoseteil der digitalen Pflegebedarfserhebung des Landes Schleswig-Holstein. Zusammen mit Pflege-Monitor+ sollen laufend aktualisierte Daten aus Kommunen, Pflegeeinrichtungen und Landesbehörden zusammengeführt werden. Die Prognosen werden anschließend für ein Dashboard aufbereitet, damit regionale Unterschiede, demografische Veränderungen und entstehende Engpässe früher erkennbar sind.

Das Forschungsproblem beginnt vor dem Training eines Modells: Die relevanten Daten liegen bei verschiedenen Stellen, werden in unterschiedlichen Abständen erhoben und sind nicht immer einheitlich beschrieben. Datenintegration, nachvollziehbare Annahmen und ein ehrlicher Umgang mit Unsicherheit sind deshalb zentrale Teile der Arbeit.

Ich arbeite seit Juli 2026 im Prognoseprojekt. Mein Beitrag liegt im Informatik- und Datenanalyseteil des Vorhabens, mit Schwerpunkt auf dem regionalen Pflegebedarf. Konkrete Methoden und Ergebnisse ergänze ich, sobald sie veröffentlicht werden können.

Projektseite
Forschungsarchiv mit Speichersystemen, Datenträgern und Dokumentation
01/2026 – 06/2026NFDIxCSNationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)NFDIxCS ist eines von 26 Konsortien der von Bund und Ländern geförderten Nationalen Forschungsdateninfrastruktur und verbindet 17 antragstellende Einrichtungen, um ein FAIR-konformes Forschungsdatenmanagement für die Informatik aufzubauen. Mein Beitrag betrifft die Schema-Erweiterung für empirisches Forschungswissen, damit heterogene Forschungsdatenobjekte, also die Daten, die Software und der Kontext ihrer Ausführung, wiederverwendet und zitiert werden können.Projektdetails öffnen
Forschungsarchiv mit Speichersystemen, Datenträgern und Dokumentation
01/2026 – 06/2026

NFDIxCS

Förderung und Kontext
Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

Über das Projekt

NFDIxCS entwickelt eine gemeinsame Forschungsdateninfrastruktur für die Informatik. Dazu gehören Datensätze ebenso wie Software und der technische Kontext, der zum Verständnis oder zur Reproduktion eines Ergebnisses nötig ist. Das Konsortium arbeitet an FAIR-Prinzipien, dauerhafter Zitierbarkeit und interoperablen Diensten für komplexe, fachspezifische Forschungsobjekte.

Ein zentrales Konzept ist der Research Data Management Container: Zusammengehörige Artefakte werden gebündelt, statt als voneinander getrennte Dateien veröffentlicht zu werden. Metadaten müssen ihre Beziehungen so genau beschreiben, dass andere Forschende und Dienste sie finden, einordnen und erneut nutzen können.

Mein Beitrag konzentrierte sich auf die Erweiterung von Schemata für empirisches Forschungswissen. Ich arbeitete daran, heterogene Forschungsobjekte und ihren Ausführungskontext strukturiert abzubilden, damit Daten, Software und dokumentierte Abhängigkeiten verbunden und zitierbar bleiben.

Projektseite
Gemeinsam genutzter Forschungstisch mit Instrumenten, Karten, Notizbüchern und Laptops
10/2025 – 12/2025KI@CAU Datencampus KielLand Schleswig-HolsteinDer Datencampus entwickelt eine gemeinsame Daten- und KI-Strategie für die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und macht sie landesweit verfügbar. Gearbeitet wird in interdisziplinären Tandems, unter anderem mit der Elektrotechnik und der Physik, und zwar entlang der Frage, wie Daten entstehen, wie sie ausgewertet werden und wie sie sich danach erneut nutzen lassen. Das Land fördert die dreijährige Initiative mit rund 2 Millionen Euro.Projektdetails öffnen
Gemeinsam genutzter Forschungstisch mit Instrumenten, Karten, Notizbüchern und Laptops
10/2025 – 12/2025

KI@CAU Datencampus Kiel

Förderung und Kontext
Land Schleswig-Holstein

Über das Projekt

KI@CAU Datencampus Kiel wurde aufgebaut, um Daten- und KI-Methoden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel über Fachgrenzen hinweg nutzbar zu machen. Das Land förderte die dreijährige Initiative mit rund zwei Millionen Euro. Interdisziplinäre Tandems verbanden Informatikerinnen und Informatiker mit Forschenden anderer Fächer und betrachteten den Weg von der Datenerhebung über die Analyse bis zur späteren Nachnutzung.

Die praktische Schwierigkeit liegt darin, dass die Fächer unterschiedliche Instrumente, Formate und Qualitätsmaßstäbe verwenden. Eine gemeinsame Strategie kann deshalb nicht nur aus einem Modell oder einer Plattform bestehen. Sie braucht übertragbare Abläufe, dokumentierte Schnittstellen und genügend Fachkontext, damit Ergebnisse interpretierbar bleiben.

Während meiner Mitarbeit arbeitete ich in diesem interdisziplinären Umfeld, unter anderem im Austausch mit Elektrotechnik und Physik. Im Mittelpunkt stand die Verbindung von Data-Science-Methoden mit der tatsächlichen Entstehung und Bewertung der Daten in den beteiligten Fachgebieten.

Projektseite
Instrumentierte Umformpresse mit Prüfkörpern und einer Kraft-Weg-Kurve
04/2025 – 09/2025DFG-Schwerpunktprogramm 2422Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Universität StuttgartDas Schwerpunktprogramm entwickelt datengetriebene Modelle für Umformprozesse und verbindet dafür Sensordaten mit Expertenwissen und FEM-Simulationen. Es läuft bundesweit mit rund einem Dutzend Teilprojekten und etwa 8,5 Millionen Euro Förderung, koordiniert von Prof. Mathias Liewald an der Universität Stuttgart. Gelabelte Prozessdaten sind in diesem Feld knapp, deshalb habe ich einen steuerbaren Generator für synthetische Kraft-Weg-Kurven gebaut, mit dem Modelle zur Optimierung aktiver Werkzeugflächen trainiert werden.Projektdetails öffnen
Instrumentierte Umformpresse mit Prüfkörpern und einer Kraft-Weg-Kurve
04/2025 – 09/2025

DFG-Schwerpunktprogramm 2422

Förderung und Kontext
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Universität Stuttgart

Über das Projekt

Das SPP 2422 verbindet Prozessdaten, Expertenwissen und Lösungsräume aus Simulationen, um Umformprozesse zu modellieren. Institute aus Umformtechnik, Automation und Data Science arbeiten zusammen, damit allgemeine mathematische Repräsentationen an konkreten Fertigungsprozessen geprüft werden können.

Für maschinelles Lernen sind die verfügbaren gelabelten Messungen ein Engpass. Reale Umformversuche sind aufwendig, Prozessparameter beeinflussen sich gegenseitig und ein Modell muss den physikalischen Charakter einer Kraft-Weg-Kurve erhalten. Synthetische Daten helfen nur, wenn diese Bedingungen steuerbar und nachvollziehbar bleiben.

Ich entwickelte einen steuerbaren Generator für synthetische Kraft-Weg-Kurven. Die erzeugten Prozessdaten unterstützen Training und Bewertung von Modellen zur Optimierung aktiver Werkzeugflächen, ohne synthetische Kurven als reale Messungen auszugeben.

Projektseite
Marine Vermessungsgeräte auf einem Forschungsschiff nahe einem Offshore-Windpark
01/2023 – 03/2025Marispace-XGaia-X, koordiniert von north.ioMarispace-X baut innerhalb von Gaia-X einen Datenraum für maritime Sensordaten auf. Das Projekt wurde aus über 130 Bewerbungen ausgewählt und mit rund 15 Millionen Euro Bundesmitteln gefördert; die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist mit sieben Arbeitsgruppen unter Prof. Dr. Matthias Renz beteiligt. Meine Arbeit betraf kollisionsrisikobewusstes Schiffsrouting und die Verwaltung der zugrunde liegenden räumlichen Daten. Anwendungsfälle im Projekt sind unter anderem der Austausch von Vermessungsdaten für Offshore-Windparks und die KI-gestützte Suche nach Altmunition in Nord- und Ostsee.Projektdetails öffnen
Marine Vermessungsgeräte auf einem Forschungsschiff nahe einem Offshore-Windpark
01/2023 – 03/2025

Marispace-X

Förderung und Kontext
Gaia-X, koordiniert von north.io

Über das Projekt

Marispace-X entwickelte einen maritimen Datenraum auf Grundlage von Gaia-X-Prinzipien wie Datensouveränität, Sicherheit, Interoperabilität und Modularität. Die Architektur verbindet Edge-, Fog- und Cloud-Verarbeitung, damit große Sensordatensätze über Organisationsgrenzen hinweg ausgetauscht und analysiert werden können.

Die Anwendungsfälle reichen von Unterwassersensornetzen und Offshore-Windkraft bis zur Überwachung kritischer Infrastruktur und historischer Munition. Gemeinsam ist ihnen die Arbeit mit räumlichen Daten, die aus verschiedenen Systemen, in unterschiedlichen Auflösungen und unter verschiedenen Zugangsbedingungen eintreffen.

Meine Arbeit betraf kollisionsrisikobewusstes Schiffsrouting und die Verwaltung der zugrunde liegenden räumlichen Daten. Ich untersuchte, wie eine Routenplanung andere bewegte Schiffe berücksichtigen kann, statt das Meer als statische Kostenfläche zu behandeln.

Projektseite

Publikationen

Konferenz- und Zeitschriftenbeiträge, einschließlich angenommener und noch begutachteter Arbeiten.

2027

  1. In Begutachtung

    SPIRE: Preference-Aware Linear Path Skyline Queries for Bicriteria Networks

    Preuß, N., Beth, C., Michalski, P. T., Wölker, Y., Mouratidis, K., Renz, M.

    Submitted to ACM SIGMOD/PODS 2027

2026

  1. Veröffentlicht

    A Collision-Risk-Aware Skyline Routing Framework for Maritime Navigation

    Michalski, P. T., Preuß, N., Renz, M., Tritsarolis, A., Pelekis, N., Theodoridis, Y.

    Proc. 27th IEEE Intl. Conf. on Mobile Data Management (MDM 2026)

  2. Veröffentlicht

    Tackling Data Scarcity: A Controllable Synthetic Data Generation Framework for Force–Displacement Curves

    Michalski, P. T., Fonger, F., Hahn, D. L., Kräusel, V., Koschmider, A., Renz, M.

    Proc. 27th IEEE Intl. Conf. on Mobile Data Management (MDM 2026)

  3. Angenommen

    A-Posteriori Joint Schema Expansion for Empirical Research Knowledge in Computer Science

    Michalski, P. T., Britton, M., Maldonado, A., Almohaishi, M., Karras, O., Koschmider, A.

    4th NFDIxCS Symposium, INFORMATIK Festival 2026, Dresden, Germany

  4. Angenommen

    The False Consensus Trap in Interdisciplinary Data-Driven Engineering Research Projects

    Baum, S., Michalski, P. T., Vogel-Heuser, B., Koschmider, A., Jazdi, N., Weyrich, M.

    31st IEEE ETFA 2026, Track 9, Västerås, Sweden

  5. In Begutachtung

    An Explainable Surrogate Model for Optimizing Active Tool Surfaces in Combined Shear Cutting and Collar Forming Processes

    Hahn, D. L., Fonger, F., Michalski, P. T., Riemer, M., Kräusel, V., Koschmider, A., Dix, M.

    Submitted to Springer journal Production Engineering

2024

  1. Veröffentlicht

    Collision-Risk-Aware Ship Routing

    Michalski, P. T., Preuß, N., Renz, M., Tritsarolis, A., Theodoridis, Y., Pelekis, N.

    Proc. 32nd ACM SIGSPATIAL '24, Atlanta, GA, USA, pp. 545–548

Kontakt

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